Allgemeine Informationen zur PKV

Mittlerweile sind in Deutschland über 8 Millionen Menschen privat versichert. Private Krankenversicherungen bieten ihren Klienten ein großes Maß an Mitbestimmung. Während jede gesetzliche Krankenkasse einen eigenen Standard an Versicherungsleistungen bietet, den man entweder ganz oder gar nicht annehmen muss, kann man in der PKV frei wählen, welche Leistungen man wünscht und welche man ablehnt. Wenn man tariflich noch etwas draufzahlt, kommt man in den Genuss der Sonderleistungen (Wahl des behandelnden Arztes, Recht auf ein Einzelzimmer im Krankenhaus, höhere Erstattung der Zahnarztkosten uvm.)
Wer auf diese Sonderleistungen verzichten kann, der schließt einfach einen Basisvertrag ab und spart gegenüber der GKV noch Geld.

Doch bringt die PKV, bei aller Selbstbestimmung, auch Nachteile mit sich.
Wenn Vor- bzw. Grunderkrankungen bestehen kann von dem Versicherungsträger ein Risikozuschlag verlangt werden. Für alle Familienmitglieder wird jeweils ein eigener Monatsbeitrag fällig. Die Höhe des Beitrags wird u.a. nach Alter und Geschlecht berechnet. Später Einstieg in die PKV ist somit oft nicht mehr lohnenswert. Während Mutterschafts- und Erziehungsurlaub besteht keine Beitragsbefreiung. Bei Krankheit, die länger als sechs Wochen dauert, laufen Beiträge dennoch weiter.

Kriterien um in die PKV wechseln zu können:

Angestellte/Arbeitnehmer – das jährliche Bruttoeinkommen muss über der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze (derzeit 47.700 €) liegen (13. und 14. Monatsgehalt wird ggf. mitgezählt)
Selbstständige/Freiberufler/Beamte – Wechsel ist unabhängig vom Einkommen möglich (gleiches gilt für Ärzte und Veterinäre)
Studenten – ab dem 25. Lebensjahr (keine Mitversicherung mehr über die Eltern)
Bei bestehenden Grunderkrankungen kann es zur Ablehnung kommen, ansonsten wird es einen Risikoaufschlag geben

Im Internet werden zahlreiche PKV-Vergleiche angeboten. Diese sind kostenlos und für den Interessierten mit wenig Aufwand durchzuführen. In knappen Formulierungen gibt man an, welche Vorstellungen man bezüglich der Sonderleistungen hat, wie viel Krankentagegeld (Leistungshöhe pro Krankheitstag) man gerne hätte und ob man eher Wert auf ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis oder auf hohe Leistungsqualität legt. Die Auswertung wird via E-Mail zugesandt.