Das Tagesgeldkonto

Tagesgeld ist gerade in unruhigen Börsenzeiten sehr gefragt, denn es verbindet Sicherheit und Flexibilität mit einer attraktiven Rendite. Während die Zukunft der Börsenkurse eher ungewiss ist, suchen viele Anleger eine Alternative um nicht investiertes Kapital möglichst gewinnbringend anzulegen. Doch während manche in solchen Fällen auf das Festgeld setzen, wünschen sich andere mehr Flexibilität um bei steigenden Kursen schnell wieder investieren zu können. Festgeld bietet diese Möglichkeit nicht, da während der Laufzeit, welche zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren liegen kann, ein Zugriff auf die Anlage ausgeschlossen ist. Ein Tagesgeldkonto dagegen bietet genau diese Möglichkeit. An jedem Geschäftstag kann das Guthaben des Kontos in beliebiger Höhe abgezogen werden, was eine Umschichtung in andere Anlageformen binnen kurzer Zeit erlaubt.

Aber auch jene, die bisher Festgeld mit kurzer Laufzeit genutzt haben, können durch ein Tagesgeldkonto ihre Rendite steigern. Da viele Banken und vor allem die Direktbanken mit ihren Tagesgeldkonten und den hohen Tagesgeldzinsen werden, liegen diese derzeit vielfach über den Zinsen für Festgeld mit relativ kurzer Laufzeit bis 12 Monaten. Dieser im Grunde unsinnige Zustand könnte sich in Zukunft wieder ändern, solange dies jedoch der Fall ist, bringt ein Tagesgeldkonto oftmals die höhere Rendite. Ein weiterer Punkt hierbei ist der Zeitpunkt der Zinszahlung. Während beim Festgeld die Zinsen nach Ablauf zusammen mit der Anlagesumme ausgezahlt werden, erfolgt die Zinszahlung beim Tagesgeld mindestens einmal im Jahr. Viele Banken zahlen die Zinsen auf das Tagesgeld aber auch vierteljährig oder sogar monatlich aus, was zu einer nicht unerheblichen Steigerung der Rendite aufgrund des Zinseszins-Effekts führt.